Physikalische Medizin

Physikalische Therapie

Speziell auf Ihr Haustier angepasst kann sich die physikalische Behandlung aus folgenden Therapien zusammensetzen

Thermotherapie

Unter Thermotherapie versteht man das Einsetzen von Wärme bzw. Kälte. Dies bedeutet, dass dem Körper entweder Wärme zugefügt oder entzogen wird. Es gibt verschiedene physikalische Formen und Behandlungsmöglichkeiten, welche auch in der Tiermedizin eingesetzt werden können. Dazu zählen neben den eingesetzten Cold- oder Hotpacks, die Infrarotlampe, Wickel, Breiumschläge und der therapeutische Ultraschall.

Die Kryotherapie wirkt am effizientesten bei sofortiger Applikation nach einem Trauma oder einem chirurgischen Eingriff. Sie hat sowohl eine analgetische als auch eine entzündungshemmende (24h – 72h) Wirkung. Es kommt zur Vasokonstriktion (einem Zusammenziehen) der Gefäße, Reduktion der Durchblutung, Blockade der Schmerzbahnen, Abschwellung des Gewebes, sowie zur Tonuserhöhung der Muskulatur. Genau wie beim Menschen, muss auch beim Tier ein Trennmedium zwischen Haut und Coldpack gelegt werden. Dafür ist am besten ein Handtuch geeignet.

Thermotherapie ANIviVET
Foto dient nur zu Demonstrationszwecken. Bei therapeutischer Anwendung direkten Hautkontakt unbedingt vermeiden!
Thermotherapie ANIviVET
Thermotherapie ANIviVET

Indikationen: postoperativ, muskuläre oder knöcherne Verletzungen, Schmerzen aufgrund Muskelspasmus, akute Prozesse, Ödeme, schlaffe Lähmung, Verbrennungen, nach einer Trainingseinheit

Kontraindikationen: Gefäßerkrankungen, Durchblutungsstörungen, Sensibilitätsstörungen, offene Wunden

Die Wärmetherapie hilft bei chronischen Problemen und führt zu einer Vasodilatation (Gefäßerweiterung). Durch diese Gefäßerweiterung kommt es zur Hyperämie und damit zu erhöhtem Sauerstoff- und Nährstofftransport im Gewebe. Außerdem wird durch die Wärme die Elastizität der darunter liegenden Gewebsstrukturen erhöht, die Steifheit der Gelenke vermindert und damit deren Beweglichkeit gesteigert. Weiteres wird durch die Wärmezufuhr die Nervengeschwindigkeit erhöht, eine Muskelrelaxation und eine schmerzmindernde Wirkung hervorgerufen. Die Hilfsmittel, die bei der physikalischen Behandlung eingesetzt werden, sind Infrarotlampen, Hotpacks oder therapeutischer Ultraschall.

Indikationen:: chronische degenerative Erkrankungen, Muskelverspannungen, spastische Paresen, Arthrosen ohne akutem Schub, Spondylosen, Schmerzen, vor einer Massage, Elektrotherapie oder aktiven Bewegungsübungen von Bändern und Sehnen, vor einfachen Spaziergängen

Kontraindikationen: akute Entzündung, Fieber, gestörter Lymphabfluss, Blutungen, Blutergüsse, Thromben, Tumore, offenen Wunden, schwere Kreislauferkrankungen, gestörte Hautsensibilität

Massage

Die Massage ist eine manuelle oder apparative Manipulation von Haut, Unterhaut und Muskulatur, was sie zu einem wichtigen Bestandteil der Physiotherapie und damit der Rehabilitation macht. Die Massage hat Einfluss auf den Muskeltonus, regt den Stoffwechsel an, beschleunigt den Lymphabfluss, führt zu einer Hyperämisierung (vermehrte Durchblutung), wirkt schmerzlindernd und verbessert die Dehnbarkeit des Gewebes. Auch der positive Effekt, den sie auf den Patienten ausübt, ist nicht zu unterschätzen.

Zu den klassischen Massagegriffen zählen die Effleurage (Streichung), die Petrissage (Kneten), die Friktion (Reibung), das Tampotement (Klopfen) und die Vibration (Schüttelung).

Ihre mechanische Wirkung beruht auf Druck- und Zugbewegungen. Durch unphysiologische Belastungen und Schmerzzustände kommt es zu Verspannungen, welche wiederrum zu einer mangelnden Durchblutung der Muskulatur/des Gewebes führen und in einem Sauerstoffmangel und mangelndem Abtransport von Stoffwechselprodukten in diesem Areal resultiert. Dies führt zwangsläufig in einen Kreislauf von Schmerz – Verspannung – Schmerz. Die Massage ist Hauptbestandteil, um diesem Teufelskreis entgegen zu wirken.

Auch Patienten mit neurologischen und muskulären Problemen profitieren von Massagen, da bestimmte Grifftechniken die Muskeln tonisieren oder detonisieren und eine verbesserte Körperwahrnehmung hervorrufen können.

Indikationen: Verspannungen/Schmerzen, Regulation Muskeltonus, Muskelkontrakturen, Verbesserung von Gelenks- und Muskelfunktion, Ödeme, Tendopathien, Inaktivität, Training/Wettkampf, ist für die Haustherapie durch den Tierbesitzer geeignet

Kontraindikationen: lokale Entzündungen der Haut, Tumore, Fieber, Blutungsneigung, Kreislaufdekompensation (Schock), Infektionskrankheiten

Elektrotherapie

Die Elektrotherapie ist ein physikalisches Verfahren, das im Rahmen von Therapie und Rehabilitation orthopädischer und neurologischer Erkrankungen vor allem im Zusammenhang mit akuter und chronischer Schmerzen oder Muskelatrophien angewendet wird. Verwendet werden nieder- bis mittelfrequente Impuls- und Wechselströme. Die Theorie hinter der Elektrostimulation ist die Verminderung von Schmerzen durch eine Reizung der afferenten A-β-Nervenfasern, welche eine Steigerung der Schmerzschwelle (Gate-Control-Theorie) und eine Stimulierung der hemmenden, absteigenden Nervenfasern bewirkt. Weiteres kommt es zur Detonisierung der Muskulatur, Verbesserung der Durchblutung des Gewebes und Freisetzung von Endorphinen. Angewendet kann sie sowohl lokal als auch segmental. Die meisten Patienten tolerieren die Stromtherapie ohne Probleme. Die Stromstärke wird immer individuell an den Patienten angepasst. Je nach Frequenz kann es zu Einzelzuckungen, tetanischen Kontraktionen oder Muskelwogen kommen.

Indikationen: akute und chronische Schmerzen, Regeneration von Nerven-, Muskel- und Knochengewebe, Verspannungen, Unterstützung beim Muskelaufbau, Prävention gegen Muskelabbau

Kontraindikationen: anästhesierte Areale, akute Entzündungen, offene Wunden, Herzschrittmacher, Tumore, Infektionskrankheiten, trächtige Tiere

Unterwassertherapie
Unterwasssertherapie ANIviVET

Wasser eignet sich aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften hervorragend für die Physiotherapie. Die relative Dichte, der Auftrieb, der hydrostatische Druck, die Viskosität, der Wiederstand und die Oberflächenspannung sind die physikalischen Eigenschaften, die für uns Therapeuten von großer Bedeutung sind.

Die relative Dichte beschreibt das Verhältnis der Masse eines bestimmten Volumens einer Flüssigkeit bei der Temperatur T1 zur Masse des gleichen Volumens von Wasser bei der Temperatur T2. Sie wird durch das spezifische Gewicht (SG) definiert, was heißt, dass die relative Dichte bestimmt, ob ein Objekt im Wasser schwimmt oder nicht. Wasser hat ein SG von 1, Fett von 0,8 und Knochen zwischen 1,5 und 2, was ganz einfach bedeutet: Fett schwimmt auf dem Wasser und Knochen gehen unter - bzw.: übergewichtige Tiere gehen weniger leicht unter als magere.

Der Auftrieb beschreibt den Aufwärtsdruck, der einem Gegenstand vom Wasser entgegengesetzt wird. Dieser Auftrieb entspricht der vom Körper verdrängten Wassermenge, welche im Verhältnis zur relativen Dichte eines Objektes steht. Das bedeutet, dass ein Körper im Wasser weniger wiegt! Diese Gegebenheit ist in der Rehabilitation von großem Nutzen, da Gelenke mit weniger Belastung und schonender trainiert werden können. Zusätzlich unterstützt das Phänomen des Auftriebs die Patienten mit geschwächter Muskulatur oder diejenigen, die unter neurologischen Defiziten leiden. Einige von ihnen schaffen es potentiell, im Wasser zu stehen. Je nach Wasserhöhe unterscheidet sich der prozentuale Anteil des Eigengewichtes. Das zu tragende Gewicht minimiert sich beispielsweise auf 38%, wenn sich der Wasserspiegel auf Hüfthöhe befindet.

Der hydrostatische Druck beschreibt den Druck, den eine Flüssigkeit auf einen in ihr befindlichen Körper ausübt. Dieser Druck verhält sich proportional zu der Eintauchtiefe und der Dichte der Flüssigkeit. Je tiefer ein Körper im Wasser ist, desto höher ist der auf ihn ausgeübte Druck, wodurch Ödemen oder Schwellungen entgegen gewirkt werden kann.

Die Viskosität (Zähigkeit) bestimmt den Reibungswiderstand einer Flüssigkeit. Jede Bewegung im Wasser muss zuerst diesen Reibungswiderstand überwinden. Der Widerstand steigt proportional zur Geschwindigkeit der Bewegung. Die Viskosität der Luft ist ca. 800 Mal kleiner als die des Wassers, wodurch das Gehen im Wasser deutlich anstrengender ist, also muss mehr Kraft eingesetzt werden, um Bewegungen im Wasser auszuführen, was wiederrum für den Muskelaufbau sehr förderlich ist. Das Resultat ist ein deutlich effizienterer Trainingseffekt.

Die Oberflächenspannung entsteht durch die Anziehungskraft von Molekülen oder Atomen, die die Oberfläche einer Flüssigkeit bilden. Je weiter oben, desto stärker ist diese Anziehungskraft. Wenn eine Gliedmaße im Gehen die Wasseroberfläche durchbricht, wirken größere Kräfte entgegen als unten.

Indikationen: neurologische und orthopädische Erkrankungen, degenerativen Myelopathien, geriatrische Patienten, Muskelaufbau, Konditionstraining, Übergewicht, postoperativ

Kontraindikationen: schwere Herz- und Lungenerkrankungen, Infektionen, Drainagen, noch nicht verheilte Operationswunden, infektiöse Hauterkrankungen, Patienten mit sehr großer Angst vorm Wasser, Läufigkeit, Harninkontinenz, Kotinkontinenz

Mein Unterwasserlaufband wird durch eine klappbare Seitentüre bestiegen, was keine Rampen oder höhenverstellbare Tische notwendig macht. Erst wenn der Patient sich auf dem Laufband befindet, wird das Wasser in das Therapiebecken eingelassen. So kann sich der Patienten langsam an das neue Umgebungsmilieu gewöhnen. Man muss damit rechnen dass die ersten 2-3 Therapieeinheiten auch als Gewöhnungs- und Lerneffekt genutzt werden müssen.

Bitte beim Kauf einer Unterwasserlaufbandtherapie beachten, dass die Patienten sich erst an das Laufband gewöhnen müssen und die Therapie erst langsam gesteigert werden kann.

Lasertherapie

Die Lasertherapie stammt aus der Phototherapie, in welcher die Grundlage therapeutischen Zwecks im Nutzen von Licht liegt. Laser steht für die Kurzform von light amplification by stimulated emission of radiation (Lichtverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung). Dieser Begriff bezeichnet sowohl den physikalischen Effekt, als auch das Gerät selber, mit dem die Laserstrahlen erzeugt werden. Durch die Anregung von Elektronen und deren darauffolgendes Zurückfallen in den Grundzustand, wird Licht erzeugt (Photonenemission). Wegen seiner kohärenten Strahlung mit einer einzigen Wellenlänge und der großen Energiedichte kann die Haut ohne Beschädigung passiert werden, wobei 5-10 % der Strahlung absorbiert, ca. 70% von der Haut reflektiert werden und der Rest als Diffusion im Gewebe verloren geht. Wie tief die Laserstrahlen ins Gewebe eindringen, ist von deren Wellenlänge, Intensität und der Zeit abhängig. Die durch den Laser eingebrachten Photonen werden von den Mitochondrien und diversen Zellmembranen absorbiert, wodurch sowohl Sauerstoff als auch ATP (Adenosintriphosphat) und DNS (Desoxyribonukleinsäure) vermehrt produziert wird. Diese absorbierte Energie wird direkt in zelluläre Energie umgewandelt, wodurch die Zellerneuerung und das Wachstum beschleunigt wird.

Es gibt unterschiedliche Arten von Lasern, welche in der Medizin eingesetzt werden. In der Physiotherapie unterscheidet man zwischen Klasse 3B und Klasse 4 Lasern.

ANIviVET verwendet einen Typ 4 Laser, welcher eine Leistung von bis zu 15 Watt hat und somit sehr tief ins Gewebe eindringt. Mit 4 unterschiedlichen Aufsätzen ist es mir möglich sowohl groß, als auch kleinflächige Gebiete in kurzer Zeit zu behandeln.

Indikationen: Wundheilungsstörungen, Dekubitus (Liegeschwielen), Schmerztherapie, Sehnennähte, Bänderrisse, Insertionstendopathien, Nervenläsionen, Arthrosen, Otitis, Sinusitis, etc.

Kontraindikationen: Pilzinfektionen, Tumore, Wachstumsfugen, Augennähe, Trächtigkeit, offene Fontanellen, photosensitive Hautareale

Magnetfeldtherapie

Der Grundbaustein und Ursprung des Lebens ist die Zelle. Ihr Wachstum und ihre Funktionen werden unter anderem durch elektromagnetische Schwingung gesteuert. Bei Störungen dieser elektromagnetischen Wechselwirkungen kann es jedoch zu Funktionsstörungen bzw. Krankheiten kommen. Die Magnetfeldtherapie ist eine alternativmedizinische Behandlungsmethode, bei denen Patienten entweder statischen oder pulsierenden Magnetfeldern mit unterschiedlicher Frequenzen und Intensitäten ausgesetzt werden. Auch dies ist eine Behandlungsform bei der die Durchblutung und der Zellstoffwechsel gefördert werden. Magnetische Wechselfelder induzieren im Körper elektrische Spannungen, welche die chemischen und physikalischen Vorgänge an Zellmembranen beeinflussen, wodurch wiederum die Regeneration von zerstörtem Gewebe gefördert wird.

Indikationen: Schmerzen, Arthrosen, Muskel-, Sehnen- und Bändererkrankungen, Frakturen, Wundheilungs- und Durchblutungsstörung, Training, vor und nach Wettkämpfen

Kontraindikationen: Trächtigkeit, Epilepsie, Pilzerkrankungen, Tumore, Fieber

Bewegungstherapie

Die Bewegungstherapie ist sowohl postoperativ als auch bei chronischen Erkrankungen ein wichtiger Bestandteil der Rehabilitation und Physiotherapie. Sie ist eine nicht-invasive Behandlungsform, die bei vielen neurologischen, muskulären oder skelettären Erkrankungen eingesetzt wird. Man unterscheidet zwischen passiver Bewegungstherapie (PBT), assistierter Bewegungstherapie (AsBT) und aktiver Bewegungstherapie (ABT).

Die Ziele der Bewegungstherapie liegen in der Verbesserung der aktiven und schmerzfreien Range of motion und Flexibilität, der Verbesserung des Gangbildes, im Aufbau und Kräftigung der Muskulatur, der Verbesserung der Beweglichkeit und der Prävention weiterer Verletzungen.

Die PBT und das Stretching dienen der Erhaltung und Verbesserung der Gelenksbeweglichkeit, fördern die Flexibilität von Muskulatur, Sehnen und Bänder und ermöglichen eine Steigerung der neuromuskulären Funktionen. Die AsTB wird bei Patienten durchgeführt, welche genügend Kraft haben einen Teil ihres Eigengewichtes zu tragen, als auch bei festliegenden oder gelähmten Tieren. Das Ziel liegt in der Förderung von Kraft, Ausdauer, der Propriozeptionverbesserung und des neurologischen Bewusstseins/ Sensorik. Diese Behandlung dient zur Vorbereitung des Patienten auf die aktive Bewegungstherapie. Die ABT dient der Kräftigung und Verbesserung der Gliedmaßen – langsames gehen, Treppen steigen, Sitz- und Stehübungen, usw. sind einige Beispiele, welche man den Tierbesitzern als Hausaufgaben mit nach Hause gibt. Selbstverständlich bietet auch meine Physiotherapie diverse Hilfsmittel für Groß und Klein, wie zum Beispiel Wackelbretter, Gymnastikbälle, Balancekissen, etc. zur Verfügung.

Indikationen: Geriatrie, Prophylaxe, Sporthunde, orthopädische oder neurologische Erkrankungen

Kontraindikationen: Es gibt grundsätzlich keine Kontraindikationen für die Bewegungstherapie. Die Patienten sind individuell nach ihrem Krankheitsbild zu beurteilen.

Therapeutischer Ultraschall
ANIviVET - Therapeutischer Ultraschall

Ultraschallwellen sind Schallwellen, die oberhalb des menschlichen Hörvermögens liegen (16 bis 20kHz). Beim therapeutischen Ultraschall werden Frequenzen zwischen 0,5 und 5 MHZ verwendet. Die Schallwellen entstehen durch Anregung eines Kristalles mittels Wechselstroms und die Frequenz ist von der des Wechselstroms abhängig. Die Amplitude wiederrum entspricht der Intensität. Abhängig vom Gewebe wird die Ultraschallwelle unterschiedlich stark absorbiert und abgeschwächt, wobei Fett und Haut eine minimale Absorptionsrate haben und proteinreiches Gewerbe eine hohe. In der Luft werden die Schallwellen zu 100% reflektiert, daher ist es wichtig das zu behandelnde Areal zu rasieren und ein Kopplungsmedium wie zum Beispiel Gel zu verwenden.

Der therapeutische Ultraschall ist ein effizientes Hilfsmittel in der Rehabilitation muskuloskelettaler Erkrankungen, die mit eingeschränkter Beweglichkeit aufgrund von Kontrakturen, Schmerz oder Muskelspasmen einhergehen. Das Wirkungsprinzip beruht unter anderem auf Tiefenerwärmung und Mikromassage, was bedeutet, dass sowohl eine thermische als auch eine mechanische Wirkung vorliegt. Die mechanische Energie der US-Wellen wird im Gewebe in Wärme umgewandelt und durch Zug- und Druckkräfte der Wellen werden die Moleküle in Schwingung versetzt, welche zu einer Mikromassage des Gewebes führt. Durch die Erwärmung in der Tiefe kommt es zu einer Steigerung der Elastizität von Sehnen, Bändern, Gelenkskapseln und Narben. Die gesteigerte Blutzufuhr und Enzymaktivität fördert die Regeneration des Gewebes.

Indikationen: Muskelverspannungen, Gelenkserkrankungen, Sehnenprobleme, Sehnenscheidenentzündung, Arthrosen ohne akuten Schub, Kontakturen (Muskel und Gelenke), Narben

Kontraindikationen: Tumore, Infektionen, Thromben, Blutgerinnungsstörungen, Sensibilitätsstörungen, nicht geschlossene Epiphysenfugen, operierte Bandscheibenvorfällen, Hoden, Trächtigkeit

Schwimmtherapie

Neben der Unterwasserlaufbandtherapie ist auch die Schwimmtherapie aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften ein hervorragendes Hilfsmittel in der Physiotherapie.

Der Unterschied zwischen Schwimmen und der Arbeit auf dem Unterwasserlaufband liegt hauptsächlich in der Range of motion der Gelenksbewegung. Da beim Schwimmen sowohl die Vorder- als auch die Hinterläufe einen anderen Winkel bei der Bewegung einnehmen und die Range of Motion größer durchgeführt wird, wird vor allem die Beugung, besonders beim Knie und Sprunggelenk intensiviert. Weiteres wird beim Schwimmen überhaupt kein Gewicht vom Patienten getragen.

Beim Schwimmen werden zwar die Bewegungsabläufe nicht spezifisch trainiert, aber es kommt trotzdem zu einer koordinierten Muskelaktivität. Sie dient also sowohl der Muskelkräftigung als auch der Erhöhung der Gelenksbeweglichkeit.

Immer wieder hat man Patienten die mit dem Unterwasserlaufband nicht zurechtkommen oder auch unmotiviert sind, aber dafür im Schwimmbecken umso motivierter mit dabei sind.


ANIviVET bietet die Schwimmtherapie nur während den warmen Monaten und Schönwetter an, da das Pool sich im Außenbereich (nicht überdacht) befindet. Die Patienten kommen über eine Rampe ins Wasser. Als Schutz und Hilfsmittel wird jedem Patienten eine Schwimmweste angezogen.

Indikationen: Orthopädische und neurologische Patienten, Geriatrie, Muskeltraining, Konditionstraining, Übergewicht, Wellness, Spaß

Kontraindikationen: Probleme mit der Halswirbelsäule und den Ellbogen, Wunden, Läufigkeit, Inkontinenz, Drainagen, Hauterkrankungen

Zurück

Copyright 2018 Mag.med.vet Georgia Papadopoulos - Alle Rechte vorbehalten
Diese Webseite verwendet Cookies - mehr Information dazu finden Sie hier: Info
OK