WUNDBEHANDLUNG

Wundbehandlung mit Laser bei Hund und Katze
  • ANIviVET
  • Wundbehandlung mit Laser bei Hund und Katze

LASERTHERAPIE Wundbehandlung

ANIviVET Wundbehandlung Lasertherapie

Die Lasertherapie ist eine der am häufigsten untersuchten und weit verbreiteten Anwendungen der medizinischen Technologie im Bereich der Wundheilung und anderer dermatologischer Erkrankungen. Bereits 1968 experimentierte Dr. Endre Mester zum ersten Mal mit den Wirkungen des Lasers auf Körperzellen bei Ratten. Seine damaligen Ergebnisse dienen auch heute noch als Grundgerüst der Lasertherapie.

Wundheilungsphase

Tag 1 bis 4

Hämostase (Blutstillung) und Entzündungsphase

ab Tag 4

Proliferations- /Granulationsphase

ab Tag 5 bis 10

Reparations- und Epithelisierungsphase

Maturationsphase und Narbenbildung

Die Lasertherapie hat signifikanten Einfluss auf alle Wundheilungsphasen

Treten unerwünschten Entzündungsreaktion, eine schlechte Angiogenese (Blutzellenbildung), ein Defekt in der Kollagenproduktion oder Differenzierung auf, kommt es zu eine verzögerten Heilung und einer Erhöhung des Infektionsrisikos. Die Wundheilung ist gestört.

Ziel der Lasertherapie ist es, die normale biologische Funktion von verletzten bzw. kaputten Zellen wiederherzustellen und diese zur schnelleren Vermehrung anzuregen. Normalisierung und schnellere Heilung sind somit die Schlüsselwörter!

Wichtige Vorgänge bei der Wundheilung sind

#1

Bildung eines plättchen- und fibrinhältigen Tropfens an der Wundstelle

#2

Invasion der Wunde durch Neutrophile, Monozyten und Makrophagen

#3

Proliferation und Migration von Keratinozyten am Wundrand, welche zur Re-epithelisierung der Wunde führen

#4

Proliferation von Fibroblasten

#5

Bildung von Granulationsgewebe, bestehend aus Fibroblasten, Makrophagen, Lymphozyten, Plasmazellen und einer extrazellulären Matrix welche Kollagenfasern und makromolekulare Komponenten wie zum Beispiel Glykoproteine enthält

#6

Bildung neuer Blutgefäße

#7

Reifung von Granulationsgewebe und Kollagenfasern und Vaskularisation von Wundgewebe

Wichtig in der Laserbehandlung ist das eine normale Heilung und Regeneration des Gewebes hervorgerufen wird, ohne dass es zu einer Überwucherung oder neoplastischen Transformation kommt. Es kommt zu einer besseren Ausrichtung und Organisation der Kollagenfasern. Dies wiederrum ist sehr wichtig für die Festigkeit und Elastizität von heilenden Wunden. Sowohl die Durchblutung als auch die Sauerstoffzufuhr im erkrankten Bereich wird nicht nur während der Behandlung sondern auch noch lange nach der Therapie gewährleistet. Es kommt zu einem schnelleren Wundverschluss!

Auch bei Mikroorganismen besteht eine potenzielle direkte Wirkung. Studien haben die zugrundeliegenden Mechanismen der antimikrobiellen Wirkung nicht vollständig aufgeklärt, aber die meisten Experimente scheinen ein vermindertes mikrobielles Wachstum nach der Exposition gegenüber Laserlicht zu zeigen, einschließlich bei häufig vorkommender pathogener und opportunistischer Spezies wie zum Beispiel Staphiloccocus aureus, Escherichia coli, Pseudomonas aeruginosa und Candida albicans. Aufgrund des Problems der weltweit zunehmenden Antibiotikaresistenz richtet sich der Fokus auf die Photomodulationstherapie als nicht-pharmakologisches antimikrobielles Werkzeug.

Indikationen: saubere chirurgische Wunden, nicht heilende Wunden, Transplantat- und Lappenplastik, kontaminierte und infizierte Wunden, Entzündungen und Wunden im Maul.

Kontraindikationen: bösartige Tumore, trächtige Tiere, Augenverletzungen, Autoimmunerkrankungen

Bilderreihe einer Wunde mit Lasertherapie und Honigverbänden über 4 Wochen.
Keine Operation war notwendig.

Copyright 2018 Mag.med.vet Georgia Papadopoulos - Alle Rechte vorbehalten
Diese Webseite verwendet Cookies - mehr Information dazu finden Sie hier: Info
OK